Die Triennale Grenchen – Schweizer 3D-Kunstausstellung

Die Triennale ist eine Veranstaltung für Künstler aller traditionellen Drucktechniken. Auch die additive Fertigung, besser bekannt als 3D-Druck, war Teil der Veranstaltung im Jahr 2015. Denn durch die sinkenden Preise für 3D-Drucker konnten bereits viele Künstlerinnen und Künstler diese Technik für sich entdecken und für ihre Kunst zum Experimentieren verwenden. Teilweise bauten sie selbst Maschinen, um hinterher aus exotischen Materialien dreidimensionale Repliken zu drucken. Genau für solche innovativen Ideen bietet die Triennale alle drei Jahre eine Plattform. Sie ist Wettbewerb, Ausstellung und Festspiel in einem.

Im Kontext einer kleinen Sonderschau bekamen die Künstler sogar die Möglichkeit, ihre 3D-Druck-Kunstwerke der Öffentlichkeit zu präsentieren. Auch über Socialmedia wurde der Wettbewerb großflächig verbreitet, um möglichst viele Teilnehmer zu finden. Der Veranstalter hatte sich dabei das Ziel gesetzt, immerzu die neuesten Entwicklungen der multiplizierten Kunst zu kreieren und vorzustellen. Die Ausstellung zum Wettbewerb 3D-Print Art Competition war die erste ihrer Art. Noch immer können die Kunstwerke der Ausstellung auf der Webseite eingesehen werden.

Ein großes öffentliches Interesse

Die Triennale schenkte der neuen Kunsttechnik, dem 3D-Druck, eine öffentliche Plattform. Tatsächlich fanden sich zahlreiche unerschrockene Künstler, die ihre Werke einreichten. Um sie der Öffentlichkeit zu präsentieren, wurde eine Sonderschau genehmigt. Bewerben konnten sich die Teilnehmer für den Wettbewerb ausschließlich über soziale Medien, da die Kunstgesellschaft Grenchen sich das klare Ziel gesetzt hatte, die neuesten Trends der multiplizierbaren Kunst medial zu finden und auch den neuesten Techniken ein Podium zu bieten. Als die Ausstellung zum ersten Mal im Jahr 1958 stattfand, bewarben sich fast 3000 Künstlerinnen und Künstler. Thema war die farbige Originalgrafik.

Im Jahr 1997 ging es um „Copy-Art“, eine Sonderausstellung, bei der Arbeiten mit dem Kopiergerät im Vordergrund standen. 2015 wurde schließlich die 3D-Print Art Competition veranstaltet, eine wiederum moderne Kunstrichtung. Alle drei Jahre hatten Künstlerinnen und Künstler seit den 50er Jahren die Möglichkeit, sich bei der Triennale Grenchen zu bewerben.

In der Hauptausstellung gibt es meist 16 Druckwerkstätten zu sehen, in denen die Teilnehmer ihre Arbeiten präsentieren. Ausgestellt finden sich nur aktuelle Arbeiten, welche teilweise extra für die Ausstellung angefertigt wurden. Als Gastland für die vergangene Triennale war Südafrika eingeladen.

Drucktechniken so vielgestaltig wie die Kunst selbst

Besonders dabei war, dass die Originalruckgrafik in Südafrika im Bereich der darstellenden Kunst eine große Bedeutung trägt. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler verwenden verschiedene Drucktechniken, um sich auszudrücken. Im Vordergrund steht dabei der klassische Holzdruck, wofür sie von professionellen lokalen Druckateliers unterstützt wurden. In der Sonderausstellung der Triennale Grenchen konnte man repräsentative Ausschnitte des aktuellen Grafikschaffens Südafrikas begutachten. Abgesehen davon war die additive Drucktechnik stark vertreten. So konnten Künstler ihre experimentellen Werke aus exotischen Materialien der Öffentlichkeit präsentieren.

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