Kein Problem: Schmuck mit persönlichen Sonderwünschen

Moderne 3D-Druck-Technologie bietet die Möglichkeit, Schmuck nach den eigenen Vorstellungen zu designen. Mit Stilnest hat sich auch ein Unternehmen gefunden, das dieses Marktsegment bedienen will. Doch der Hype um einzigartige Schmuckdesigns ist bei dem Großteil der Kunden noch nicht ausgebrochen. Das liegt wahrscheinlich an den Kosten für solche Einzeldrucke, erkannte Julian Leitloff, Geschäftsführer der Firma. Anfangs hatte man noch Konsumenten als Hauptkunden im Blick, doch weil die Nachfrage ausblieb, musste die Firma umdenken. Jetzt richtet sich das Unternehmen vor allem an soziale Netzwerke, wo es bekannten Namen zur Umsetzung ihrer Kollektionen verhilft. Auch den Einsatz der Maschinen musste Stilnest verändern. Die ursprünglichen 3D-Druckerpartner dienen jetzt dazu, schnell Formen und Muster anzufertigen, damit nach dieser Vorlage der Schmuck gegossen werden kann. Laut dem Stilnest-Unternehmer Leitloff handelt es sich dabei um eine Demokratisierung des Schmuckdesigns, weil es möglich ist, schnell Trends aufzugreifen und sie in innovativen Formen zu verwirklichen.

Die Konkurrenz nimmt nur langsam zu

Dennoch handelt es sich beim 3D-Schmuckdruck gerade aufgrund der Kosten um einen Nischenmarkt. Zwar gibt es die Technik schon länger, doch eine Nachfrage nach besonderen Einzelstücken hat sich bisher nicht gebildet.

Auch Twikit ist ein Unternehmen, mit dem Kunden sich Schmuck personalisieren lassen können. Verschiedene Dienstleister, die sich auf 3D-gedruckten Schmuck spezialisiert haben, kooperieren mit dem Hersteller. Neben Schmuck gibt es auch die Möglichkeit, Pokale und Awards selbstständig zu gestalten. Das Unternehmen kommt aus Antwerpen, in Belgien, vereint diverse Künstler und verschickt von dort auch die 3D-gedruckten Kunstwerke. Es arbeitet außerdem mit dem 3D-Dienstleister i.materialise zusammen.

Modebewusste Käufer lieben den kreativen Schmuck

Basierend auf der Unternehmensphilosophie, personalisierte 3D-Drucke seien die Zukunft vieler Produkte und Erlebnisse, hat sich i.materialise das Ziel gesetzt, diese Art der Kreativität in Form einer Dienstleistung in die Welt hinaus zu tragen. Den hergestellten Schmuck finden Interessierte unter anderem auf den Plattformen nervours system, Jweel und Shapeways. Zudem wurde das Unternehmen mit dem „Europe´s Best 3D-Printing News Site“ Award ausgezeichnet.

Konkurrenz findet sich bei Polychemy, einem Team von Schmuckdesignern, die ebenfalls eine Online-Plattform besitzen und personalisierten 3D-Schmuck anbieten. Die dort präsentierten Designs von Ringen und Ketten können von Kunden ganz individuell mit Schriftzügen und Schmuckstücken ausgestattet werden. Hierzu stehen ihnen Materialien wie Silber, Sterling, Palladium, Platin und Gold zur Auswahl. Für alle, die auf der Suche nach etwas Besonderem sind, gibt es sogar verschiedene Edelsteine und Diamanten zur Wahl. Ehe das Schmuckstück gekauft wird, können Kunden es in seiner fertigen Version auf der Webseite einsehen. Das Unternehmen Polychemy gibt es seit 2012. Es handelt sich um eine Gruppe von Druckkünstlern aus Singapur. Seitdem experimentieren die Designer mit vielen neuen Technologien, um einzigartige Accessoires und Designs für modebewusste Kunden anfertigen zu können.

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