Veranstaltung in Essen: „Making a Difference / A Difference in Making”

Es gibt viele Artikel über den 3D-Druck zu lesen, doch nur sehr wenige Menschen außerhalb von Unternehmen und Forschungseinrichtungen haben wirklich praktische Erfahrung mit dem neuen Verfahren der Herstellung. Das kann sich nun aber ändern, denn bis zum 30. Oktober 2016 können Besucher des Red Dot Design Museums in Essen in einer Ausstellung den Fertigungsprozess und die Erzeugnisse selbst bewundern.

Novum auf deutschem Boden

Es ist das erste Mal, dass in Deutschland eine Ausstellung mit dem Thema präsentiert wird. Das Thema der Ausstellung „Making a Difference / A Difference in Making“ greift dabei auf über 80 Exponate zurück, die alle mittels des 3D-Druckers hergestellt wurden. Die Bereiche der Themen erstrecken sich dabei über Kunst, Kultur, Design, Technik und Wissenschaft.

Dabei soll die Ausstellung mehr sein als nur eine Messe für Technik, sondern im Speziellen auch den Wandel aufzeigen, der durch die neue Technologie in die Wege geleitet wurde. Der 3D-Druck wird in Zukunft einen enormen Einfluss auf die Gesellschaft haben und die Art, wie der Mensch die Fertigung von Produkten des alltäglichen Lebens betrachtet, sehr stark beeinflussen. Auch der Aspekt der Umweltverträglichkeit wird dabei nicht aus den Augen gelassen.

Das erwartet die Besucher

Die Ausstellung ist in zwei Bereiche unterteilt, wobei sich die erste Sektion „Making a Difference“ mit den aktuellen Entwicklungen und Erfindungen auf dem Gebiet des 3D-Drucks befasst. Hier können auch viele Design-Elemente bewundert werden, die direkt mit dem Verfahren hergestellt wurden. Der zweite Teil befasst sich dann mit dem Einfluss des 3D-Drucks auf die Gesellschaft, die Umwelt und den Menschen als solches. Besonders sehenswert ist dabei der Bereich Umwelt, denn hier wird deutlich aufgezeigt, welche Einsparungen an Material und Ressourcen der 3D-Druck mit sich bringt. Auch der Einfluss auf die Bildungsmöglichkeiten der Zukunft wird klar herausgestellt, denn in einer Welt, in der jeder seine eigenen Produkte zuhause fertigen kann, wird Wissen einen völlig neuen Stellenwert erlangen.

Hinter den Kulissen

Hinter der Ausstellung verbirgt sich das Unternehmen Materialise. Anlässlich des 25. Jubiläums der Firma wurde dann die Wanderausstellung ins Leben gerufen. Bereits vor einem viertel Jahrhundert beschäftigte sich das Unternehmen mit den Möglichkeiten, dreidimensionale Objekte in einem Drucker zu erstellen. Erste bahnbrechende Arbeiten hierzu sowie einige der wesentlichen Entwicklungen in dem Bereich, wurden von Materialise initialisiert.

Für alle, die nicht bei der Ausstellung in Essen dabei sein können, ist das aber kein Grund für Traurigkeit. Im Anschluss an den Aufenthalt in Deutschland, wird die Ausstellung als Nächstes in Brüssel Station nehmen. Hier wird das gesamte Repertoire im Bozar Palast der schönen Künste zusehen sein.

Informationen

Die Ausstellung in Essen ist noch bis zum 30. Oktober 2016 für die Besucher geöffnet. Hier kann man sich das Pantheon der Druck-Erzeugnisse täglich zwischen 11:00 und 18:00 Uhr anschauen. Der letzte Einlass findet dabei um 17:00 Uhr statt. Montags bleibt die Ausstellung allerdings geschlossen, sodass sich Besucher von außerhalb lieber auf das Wochenende verlegen sollten. Für weitere Informationen bietet sich auch ein Kontakt zum Red Dot Design Museum an, denn hier können alle Fragen beantwortet werden. Als ein Spiegel der zeitgenössischen Entwicklung, ist das Museum auch ohne die Ausstellung stets einen Besuch wert.

Comments are closed.